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Die besondere Symbolik des Weihnachtsfestes

Weihnachten gehört zu den symbolträchtigsten Festen des Jahres. Zahlreiche Dinge sind eng mit diesem Anlass verknüpft. Der Weihnachtsmann mit Rauschebart, funkelnde Sterne, Tannenbäume und Engel sind nur einige wenige davon.Schon ab November begegnen wir an vielen Orten den Vorboten des wohl schönsten aller Feste.

Kein Weihnachten ohne Nikolaus, Tanne und Schneemann
Schon im September bevölkern Schokonikoläuse die Regale in den Supermärkten. Plätzchen und Lebkuchen versüßen uns die dunkle Jahreszeit. Auch online tut sich einiges. Die Webseiten erstrahlen im weihnachtlichen Design und auch der E-Mail-Verkehr verändert sich. Mit Emojis und Smileys kann man sich stimmungsvoll auf das Fest vorbereiten. Die Weihnachts-Emojis sind bereits auf dem Smartphone vorhanden oder stehen zum Herunterladen bereit. Im Getümmel zahlreicher weiterer Smileys und Emojis findet man zum Beispiel den Weihnachtsmann mit Zipfelmütze, einen Weihnachtsbaum, ein Geschenk und einen Schneemann. Damit lassen sich persönliche Nachrichten emotionaler und freundlicher gestalten. Doch auch hinter diesen humorvollen Figuren verbirgt sich eine tiefgreifende Symbolik. Was der Weihnachtsmann-Smiley mit der Wilden Jagd und dem alten germanischen Heidengott Odin zu tun hat, erfahren wir später.

Schnee und Sonne
Mit Weihnachten verbinden wir auch die besondere Jahreszeit. Glitzernde Schneeflocken, Eiszapfen und Schneemänner gehören ebenso zum Fest wie funkelnde Sterne, die an die langen Nächte und die anhaltende Dunkelheit erinnern und etwas Licht in unsere Herzen zaubern. Viele Menschen nehmen die Gelegenheit wahr und gönnen sich einen traumhaft schönen Weihnachtsurlaub mit Wellness und viel Schnee.

Weihnachten – ein heidnisches Fest
Aber auch die Sonne spielt seit jeher eine große Rolle. An und für sich verdankt das Weihnachtsfest diesem hellsten aller Sterne seine Existenz. Anders als viele glauben, ist Weihnachten nicht der Geburtstag von Jesus Christus und ursprünglich auch alles andere als kirchlich. Im alten Germanien, aber auch in vielen anderen Ländern der Erde, beispielsweise in Rom, Griechenland und Ägypten feierten die Menschen zur Weihnachtszeit das Fest der Wintersonnenwende, die Wiedergeburt der Sonne. Die Römer ehrten am 25. Dezember ihren Sonnengott Sol mit einem rauschenden Geburtstagsfest. Die frühe christliche Kirche verachtete diese heidnischen Bräuche und wollte sie eigentlich verbieten. Doch die Traditionen waren derart im Volksbrauchtum verankert, dass das nicht gelang. Nachdem die Kirchenoberhäupter Weihnachten erfolglos bekämpften, widmeten sie das Fest etwa 400 Jahre nach der Zeitrechnung kurzerhand um und setzten Jesus Christus an die Stelle des Sonnengottes. Wann Jesus tatsächlich geboren wurde, ist unklar, sehr wahrscheinlich aber nicht im Dezember.

Weihnachtsmann & Co.
Auch der rauschebärtige Weihnachtsmann ist ursprünglich heidnischen Ursprungs. Er verkörpert den Germanengott Odin oder Wotan, den Anführer der Wilden Jagd, einem Totenheer, das in den Raunächten mit dem Sturmwind über die Lande zieht. Die Raunächte sind die zwölf heiligen Nächte, die auf die Wintersonnenwende folgen und am 6. Januar, dem Perchtentag, ihr Ende finden. Eigentlich trug dieser Gott einen braunen oder nachthimmelblauen Umhang. Es ist auch kein Zufall, dass das berühmte Nürnberger Christkindl nicht in Gestalt eines männlichen Säuglings, sondern als junge Frau in Erscheinung tritt. Der Rauschgoldengel mit seinem Strahlenglanz ist ein Sonnensymbol. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich vieles, was vorerst christlich anmutet, als etwas ganz anderes.

Fazit: Ganz egal, ob Weihnachtsmann, Christkind oder Emoji – Symbole gehören zu Weihnachten wie die Butter aufs Brot.

 

Bildquelle: Claudia Hautumm / pixelio.de

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